Verfahrensdaten:

Eigeninsolvenzantrag durch den Vorstand Lothar Dietl am 22.10.2010, nachdem bankenseits Konten gesperrt worden waren. Vorl.Insolvenzverfahren und Bestellung zum vorl. Insolvenzverwalter am 27.10.10

Insolvenzeröffnung am 1.12.2010 AZ AG Stuttgart 10 IN 1088/10.

Gläubigerversammlung am 23.2.2011.

 

Ursachen der Zahlungsunfähigkeit

Dei Kreditkündigung und Kontensperre erfolgten, nachdem sich der Verdacht auf Unregelmässigkeiten des Vorstands ergeben hatte.

Dies fand ich bei meinen Ermittlungen als Insolvenzverwalter bestätigt.

Geschäftstätigkeit:

Zweck der Stifung war die Errichtung/Modernisierung bezahlbaren Wohnraum in Stuttgart. Zu diesem Zweck erwarb bzw. errichtete die Stifung  ab ihrer Gründung 1994 umfangreiche Immobilien/Wohnanlagen, zuletzt mit einem Buchwert von € 56.311.469,06. dem standen Verbindlichkeiten in Höhe von € 57.170.323,84 gegenüber. Der reale Wert der Immobilien lag unter den buchwerten, da bekanntlich Renovierungs- und Sanierungsaufwand meist nicht zu einer gleich hohen Werterhöhung führen.

Die Stiftung erfüllte einen bemerkenswerten und hoch einzuschätzenden sozialen Zweck. Demgemäss wurde sie auch umfassend unterstützt. Allerdings gab es auch Projekte, mit denen die Stiftung m.E. ihren Rahmen ünerschritt.

Konkret ergaben meine Ermittlungen, dass seitens eines Vorstandsmitglieds bereits jahrelang unbemerkt Untreuehandlungen in nicht unerheblicher Höhe begangen worden waren.  Degen dieses Vorstandsmitglied wurd bereits vor Jahren Anklage beim Landgericht Stuttgart erhaben, die angeblich jetzt in 2017 zu iem Gerichtsverfahren führen soll. Auf die Verzögerung habe und hatte ich als Insolvenzverwalter elider keinerlei Einfluss. 

Die D+O-Versicherung des anderen Vorstandsmitglieds bezahlte auf Klage letztlich Schadensersatz in Höhe € 1.350.000.--, bezüglich des handelnden Vorstandsmitglieds bestand, da vorsätzlich, kein Anspruch.

Aktueller Stand 28.3.2017

Die Immobilien sind verwertet. 

Gegen die Wirtschaftsprüfer, die die Jahresabschlüsse aufstellten, ist beim LG München noch ein Rechtstreit anhängig, dessen Ausgang in jeglicher Hinsicht offen ist und derzeit einem Verfahrensabschluss entgegensteht.

Massebestand aktuell € 2.432.162,99. Hiervon gehen noch Verfahrenskosten ab.

Angemeldete Insolvenzforderungen von 87 Gläubigern mit 196 Positionen €  58.137.585,65

hiervon  festgestellt                                                                              €   20.287.745,60

 

Dies zugrundegelegt können die Insolvenzgläubiger bei Verfahrensabschluss unverbindlich mit einer Quote um 10,8% rechnen.

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