Ist das Einkommen oder das Vermögen der Eltern nicht ausreichend, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind die Kinder verpflichtet, für den Unterhalt der Eltern zu sorgen. Ob man tatsächlich etwas zahlen muss, hängt vom eigenen Einkommen und Vermögen ab.

In diesem Zusammenhang stellt sich häufig die Frage wieviel Rücklagen man als Kind für die eigene Altersvorsorge bilden kann!

In einem aktuellen Beschluss hat der BGH nunmehr den Grundsatz aufgestellt:

Ist ein zu Elternunterhalt Verpflichteter, der über kein eigenes Einkommen verfügt, verheiratet, besteht grundsätzlich kein Bedürfnis zur Bildung eines eigenen Altersvorsorgevermögens.

Dies gilt allerdings nicht, soweit der Unterhaltspflichtige über seinen Ehegatten nicht hinreichend für das Alter abgesichert ist. Das muss er darlegen und gegebenenfalls beweisen.

Wann eine Altersversorgung als ausreichend gilt, richtet sich wiederum nach den Maßstäben zum Elternunterhalt:

Danach ist anerkannt, dass ausreichend ist, wenn ein Betrag angespart wurde bzw. wird, der „ einem Kapital von 5% des Bruttoeinkommens unter Berücksichtigung einer jährlichen Kapitalverzinsung von 4% bezogen auf den Zeitraum vom Einstieg in das Erwerbsleben bis zum Beginn der Unterhaltsverpflichtung entspricht“ - BGH Beschluss vom 24.09.2015, Az.: XII ZB 236/14.

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